
Überall in Brandenburg, für alle Brandenburger
Die Brandenburger Symphoniker und ihre Stadt
Am häufigsten begegnet man den Brandenburger Symphonikern mit ihrem GMD Michael Helmrath natürlich in ihrer Stadt Brandenburg an der Havel. Dort hat das Orchester im Konzertsaal des Branden-burger Theaters seine künstlerische Heimat. Aber nicht jeder Brandenburger findet den Weg in diesen Saal, zumindest noch nicht; doch das wollen wir ändern. Bis es soweit ist, wollen die Symphoniker – das Orchester der Stadt Brandenburg – auch ihrem Publikum entgegenkommen. Und zwar überall dort, wo man in Brandenburg gerne beisammen ist. Die Saison fängt fulminant an am 22.08.2009 auf der Regatta-strecke am Beetzsee mit der bekannten Feuerwerks- und Wassermusik von Händel, begleitet von einem Feuerwerk. Was auf dem Wasser beginnt, soll auch am Wasser seinen Abschluss finden und so geht die Saison am 20.06.2010 beim alljährlichen Havelfest zu Ende. Dazwischen spielen wir sogar im Marienbad zu dessen 10jährigem Jubiläum. Unser Orchester kann man aber auch auf dem Trockenen erleben, z. B. im St. Pauli-Kloster in der Reihe „Brandenburgische Konzerte“. Ein besonderes Ereignis stellt das alljährliche Konzert im Industriemuseum dar mit seinem auf die einzigartige Atmosphäre des Ortes abgestimmten Programm. Auch im Dom sind wir gern zu Gast, etwa zum Tag der Deutschen Einheit oder für Mendelssohns hochdramatisches Oratorium über den Propheten Elias und seine Wundertaten. Sogar auf eine Insel führt uns unsere Reiselust: zum zweiten Mal bereits sind wir Gast bei dem berühmten Festival MúsicaMallorca. Wer uns dorthin nicht begleiten kann, hat die Chance, die Wiederholung des Konzertes im November in Brandenburg zu erleben. Damit auch unsere Nachbarn erfahren, was wir alles können, spielen wir regelmäßig in Berlin, Frankfurt/ Oder, Potsdam und Rheinsberg. Das hört sich an, als wären wir kaum zuhause; doch sind wir in der nächsten Saison präsenter in der Stadt als bisher mit insgesamt 41 Sinfonie- und Sonderkonzerten und fünf vom Förderverein der Brandenburger Symphoniker unterstützten Kammerkonzerten, in denen unsere Musiker sich in ungewöhnlichen Kammermusikformationen vorstellen.
Klassik braucht Nachwuchs, Hörer wie Musiker, und dafür sorgen wir. Neben der Wiederaufnahme des „Traumfresserchens“ und Konzerten für Kinder gibt es Probenbesuche für Schulklassen; außerdem haben wir ein neues Programm gestartet, in dem Orchestermusiker Workshops in Grundschulen anbieten. In vielfältigen Aktivitäten setzen wir uns für den musikalischen Nachwuchs ein: enge Zusammenarbeit mit der städtischen Musikschule, Dirigierworkshops und Examenskonzerte, Ausbildung von Orchesterpraktikanten, Zusammen-arbeit mit dem Landesmusikrat Brandenburg und internationalen Wettbewerben beim Engagement von Gastdirigenten und Solisten.
Bloß keine Berührungsängste: wir sind wirklich für alle da und freuen uns insbesondere über den Besuch derjenigen, die von uns und unserer Musik noch wenig oder gar nichts wissen. Deshalb wird es erstmals zu jedem Sinfoniekonzert eine Einführung geben. Denn was man versteht, genießt man besser. Dazu gehört auch ein Gesprächskonzert im März, in dem die besonderen Schönheiten von Tschaikowskys berühmten 1. Klavierkonzert erläutert werden. Wir wollen Neugier wecken und bei unserem Publikum Leidenschaft für unbekannte Stücke entfachen. Wer neugierig ist auf die ganz neue Musik, für den bieten die Uraufführungen der von unserem Förderverein veranstalteten Biennale für zeitgenössische Musik besondere Konzert-ereignisse. Wer lieber Neues mit Altem verbindet, kommt beim Weihnachtskonzert mit seiner ungewöhnlichen Kombination von Barockmusik und Gospel auf seine Kosten. Konzerte mit Filmmusik von John Williams und Nino Rota führen ins neue Jahr ein, ein musikalisches Porträt Ungarns bieten wir in der diesjährigen Themennacht, Polen und seinem größten Komponisten Chopin wird ein ganzes Konzert gewidmet, und wer es klassisch liebt, wird immer wieder Gelegenheit haben, Mozart, Haydn, Beethoven und Brahms in wirklich meisterhaften Auftritten neu zu erleben. Denn, wie Generalmusikdirektor Michael Helmrath schreibt: „Es gibt keine Alternative zum musikalischen Live-Erlebnis. Um Musik zu erleben, muss man bei ihrer Entstehung anwesend sein, alles andere ist im besten Fall eine Reproduktion... Hier wird von lebendigen Menschen im Moment für den Moment musiziert“.
Wo auch immer in der Stadt oder im Land Brandenburg also: die Brandenburger Symphoniker erwarten Sie gerne!
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Komponistenwettbewerb 4. Brandenburger Biennale >>
Ausschnitte aus dem 1. Sinfoniekonzert „Nordlichter“ am 26. September 2008 >>