
Von Anthony Burgess
Bühnenversion in Zusammenarbeit mit der Royal Shakespeare Company
Selbst für unsere zunehmend an Gewalt gewöhnte Gesellschaft ist der Stoff von „A Clockwork Orange“ schockierend. Alex, intelligenter Edelbrutalo, raucht mit seiner Gang Leute auf, weil er daran Spaß hat und das gängige Wertesystem der Menschen nicht akzeptiert. Verrat aus den eigenen Reihen bringt ihn zu Fall und in staatliche Gesundheitsobhut. Hier wird er für das Gute im Leben konditioniert. Anstatt dass Alex sein Leben selbst neu gestaltet, „gestaltet“ man nun Alex. Durch gezielte medikamentöse und psychologische, teils auch experimentelle Beeinflussung seiner Persönlichkeit wird ein „angepasster Mitmensch“ aus ihm gemacht.
Als der englische Autor Anthony Burgess 1962 seinen Roman „A Clockwork Orange“ veröffentlichte, konnte er nicht ahnen, dass daraus einmal ein Kultfilm und eine Theaterfassung würden, die international Furore machten. „A Clockwork Orange“ wurde zur Marke, zum insgeheim verabredeten Erkennungszeichen, die wohleingerichtete Spießerwelt aus den Angeln zu denken.
Was ist Freiheit, wieso sind Jugendliche gewalttätig, wie kann man verhindern, benutzt zu werden oder wie weit muss man sich anpassen, sind einige der Fragen, denen Christiane Ziehl und ihre Spielmannschaft nachspüren. Von der geistigen und brutalen Konsequenz der Vorlage bei den Proben mitunter selber heftig erschrocken, geht diese Produktion auch den Mitwirkenden ans so genannte „Eingemachte“. Sich Burgess` Science-Fiction-Story auszusetzen, heißt, Dinge zu Ende zu denken, nach denen im Alltag nicht mehr gefragt wird. Sehr zu unser aller Schaden.
In dem multimedialen Projekt des Jugendtheaters vom Brandenburger Theater wirken prominente Künstler wie Kultregisseur Rosa von Praunheim und Schauspieler Charly Hübner mit.
Regie: Christiane Ziehl
Filmregie und Regiemitarbeit: Axel Ranisch
Kamera: Florian Kristen
Bühne: Thomas Gabriel
Kostüme: Kathrin Mickan
Musikalische Leitung: Manfred Opitz
Stunts: Tim Haberland
Regie- und Produktionsassistenz: Grit Lukas
Stellvertretende Regieassistenz: Christoph Ziehl
Videocast: Rosa von Praunheim, Charly Hübner, Heiko Pinkowski, Martin Molitor, Bernhard Geffke, Christiane Ziehl
Premiere: Samstag, 02. Mai 2009
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Probenfotos:
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Vom 21. bis 22.02.2009 waren wir und Leiterin Christiane Ziehl in Berlin beim Filmdreh für die Videoeinspielungen zu unserer Produktion „A CLOCKWORK ORANGE“ unterstützend dabei. In der Wohnung von Kultregisseur Rosa von Praunheim („Die Bettwurst“, „Der Rosa Riese“) wurden die Szenen filmisch umgesetzt. Trotz der intensiven Arbeit an seinem neuen Projekt „Die Hölle“ fand er Zeit die Rolle des Innenministers zu übernehmen. Für die Rolle des Dr. Brodsky konnte der Schauspieler Charly Hübner gewonnen werden. Er ist bekannt durch seine Rolle des Udo Leye an der Seite von Ulrich Mühe in dem Oscarprämierten Film „Das Leben der Anderen“. Filmstudent Axel Ranisch, dessen Film „Glioblastom“ (in dem auch Christiane Ziehl mit von der Partie ist) im März auf Arte ausgestrahlt wurde, übernahm die Regie. Zu guter letzt konnten wir am Sonntagabend noch in einer Berliner Sauna mit den Schauspielern Heiko Pinkowski und Martin Molitor die Szenen der Revolutionäre drehen.
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Am 27. und 28.06.2009 haben wir mit dem Filmregisseur Axel Ranisch und dem Kameramann Florian Kristen noch mal einige Szenen aus „A Clockwork Orange“ gedreht. Dabei war auch unser Stuntman Tim Haberland, der unterstützend die Prügelszenen begutachtet und verbessert hat. Wir drehten wieder in der alten Kammgarnspinnerei, die uns freundlicherweise vom Besitzer Herrn Delfs zur Verfügung gestellt wurde.
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