Jugendtheater
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DIE WELLE

Ein Stück von Reinhold Tritt nach dem Roman von Morton Rhue 









„Sobald wir einmal damit angefangen hatten, spürte ich, dass sie mehr davon wollten: Sie wollten diszipliniert werden. Und jedesmal, wenn sie eine Regel beherrschten, verlangten sie eine neue. Ich bin ganz sicher, dass es für sie mehr als ein Spiel war.“

Morton Rhue

Wie entsteht Faschismus? Wie kam es zum Holocaust?

In „Die Welle“ werden diese wichtigen Fragen anhand der Geschichte eines Lehrers und seiner Schulklasse aufgeworfen. Da die Schüler nicht begreifen können, wie Menschen im 3. Reich dem Faschismus der Nazis folgen konnten, unterzieht Mister Ross sie einem gewagten Experiment. Er beginnt die Schulklasse dieser ansonsten sehr liberalen amerikanischen Schule zunehmend zu disziplinieren. Schnell bemerkt Mister Ross, wie widerstandslos fast all seine Schüler auf immer strenger werdende, geradezu faschistisch anmutende Maßnahmen reagieren und übersteigert diese bis an den Rand der Katastrophe. Lehrer und Schüler verlieren zusehends die Realität aus dem Blickfeld. Und auch das Umfeld reagiert verstört. Bei einem Jungen wird aus Disziplin gar bedingungsloser Gehorsam. Wie kann Mister Ross dieses „Spiel“ beenden?

Die Schauspielerin Christiane Ziehl hatte sich mit „Die Welle“ ein Theaterstück ausgewählt, das es in sich hat. Zusammen mit den engagierten, jungen Darstellern der Jugendtheatergruppe des Brandenburger Theaters wurde hier aufgezeigt, wie anfällig nahezu jeder von uns für bedingungslosen Gehorsam ist.

Regie: Christiane Ziehl

Premiere: Mittwoch, 19. Juni 2002 

        



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