
Bringen Sie endlich wieder Leben in ihre Ordnung!
Die Sammlung „Enzyklopädie“
Zeichnung, Objekt, Fotografie, Installation
Dinge des täglichen Lebens zu einer Art persönlichen „Enzyklopädie“ zu verdichten, dieser Gedanke durchzog schon lange die Arbeit Jan Beumelburgs und seit 1998 arbeitet er fast ausschließlich daran, aus dem Leben gegriffene und oftmals disparate Dinge miteinander in Verbindung zu bringen, sie gewissermaßen „kurzzuschließen“.
Anstatt sich einem Material oder einer Idee zu verpflichten, fasziniert ihn eher der Gedanke des sich „Verzettelns“, des Mäanderns, der ja eigentlich eine Form des Gleitens darstellt. Die Gedanken unbehindert gleiten zu lassen heißt, das Denken selbst abzubilden. Mithin bildet auch er sich ein Stück weit ab. Es entstand eine Art Sammlung verschiedener Möglichkeiten der Betrachtung – die Dinge werden „phänomenologisch“ angeschaut, spalten sich dabei auf und entfalten so unterschiedliche Wirkungen und Bedeutungsebenen. Man kann es auch als eine Sammlung verschiedener Perspektiven auf ein Thema betrachten, wobei die Themen sich erst als solche herausschälen und dabei meist über sich selbst hinausweisen.
Gleichzeitig versucht er in den Arbeiten einen großen Teil der uns umgebenden Dinge des Alltags (oder des Abfalls) mit einzubinden. Denn sie sind ihrerseits Symbole und enthalten jedes für sich die ganze Welt ...
Die so entstandenen Arbeiten kombinieren auf manchmal sehr ironische Weise Fotos, Zeichnungen, Objekte, Texte, Gefundenes, Wiedergefundenes und Gekauftes miteinander und lassen sie gleichwertig nebeneinander stehen.
Jan Beumelburg/ — Verwandlungsamt —
Vernissage: Freitag 04.07.2008 um 18:00 Uhr
Laufzeit: Freitag 04.07.2008 - Sonntag 17.08.2008
Finissage: Sonntag 17.08.2008 um 15:00 Uhr
Musikalische Begleitung zur Vernissage: Björn Kollin, Akkordeon & Toy-Piano
(Musiker und bildender Künstler, Meisterschüler von Anthony Cragg)
„Kunsthysterische Betrachtungen“ von Dr. Angelika Euchner
(Kunsthistorikerin und freie Kuratorin, Berlin)