Brennabor
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VOLKER SIEBEN


me not me 
Malerei und Zeichnung







Das ist das Gute an den Bildern von Volker Sieben: dass sie ausprobieren, wohin man die Linien fließen und die pastosen Farbflecke treiben lassen kann, damit sie einen durch die Türen der Erinnerung führen. Der Künstler arbeitet offen malerisch, ganz eingebettet in das Sinnlichkeitspotential seines Malmaterials (und damit materiell konkret). Die thematischen Ströme, unterstreichen durch Titel wie „Family Portrait“, „Refugee Tree“ oder „Sky under Berlin“ steigern das Tempo und ziehen den Betrachter in eine Schlusskakophonie, in der, gleichsam als mächtiges Echo aus einer verbauten Zukunft, irrlichternde Saxofone, geisterhafte Gitarren und ein wirres Schlagzeugspiel einen Pflock zwischen Großhirnrinde und Hypothalamus zu treiben scheinen. Mit Öl, diversen Kreiden, Tusche und Bleistift auf Leinwand sowie auf Papier, das häufig auf Leinwände kaschiert wird, lässt der Künstler verheerende Ereignisse aus dem Weltpolitischen wie Familiären auferstehen. Dabei kommt den Zeichnungen die Aufgabe zu, ästhetische Intelligenz tragender und klingender Kern für den universalen Anspruch der großformatigen Malereien zu sein.

Christoph Tannert

Vernissage: Freitag 22.01.2010 um 18:00 Uhr
Laufzeit: Freitag 22.01.2010 - Freitag 26.02.2010
Finissage: Freitag 26.02.2010 um 18:00 Uhr 

Begrüßung: Christian Kneisel
Laudatio: Michaela Nolte, Kunsthistorikerin

Programm zur Finissage:
- Katalog-Präsentation 
- Live-Performance des New Jazz Quartett’s: V7 & Christof Thewes` „Undertone Project“
  Christof Thewes, tb/ comp.; Martin „Schmiddi“ Schmidt, E-Bass/ Mandoline;
  Hartmut Oßwald, Bass-Klarinette/ Saxophon; Daniel Prätzlich, Schlagzeug/ Percussion 



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