Programm:
Quarteto Ideal spielen die lebensfrohe Musik aus Rio de Janeiro – den Choro
Solisten: Gerrit Fröhlich, Flöten Erhard Schwarz, Ophicleide Hartmut Preyer, Gitarre Katja Höllein, Pandeiro/ Perkussion
Der brasilianische Choro ist eine der höchst entwickelten Gattungen der instrumentalen populären Musik Brasiliens und direkt mit dem Jazz vergleichbar. Entstanden aus europäischen Salontänzen und feurigen Sambarhythmen kreierten brasilianische Musiker im ausgehenden 19. Jahrhundert diesen zeitlosen Musikstil. Choro ist weniger für die Massen konzipiert, als vielmehr kammermusikalisch geprägt. Seine Markenzeichen sind das hohe technische Können sowie die Virtuosität und heitere Gelassenheit der Musiker, die sich spontan zu einer zwanglosen Choro-Runde auf öffentlichen Plätzen oder in Lokalen zusammenfinden und so am besten das Lebensgefühl der Brasilianer widerspiegeln. Analog zu anderer improvisierter Musik ist der Raum frei für unwiederholbare akustische Erlebnisse und Überraschungen. „Choro ist die Essenz und die Seele der brasilianischen Musik“ stellte auch der brasilianische Komponist Heitor Villa-Lobos fest. Das Ensemble „Quarteto Ideal“ ist durch eine unglaubliche Entdeckung entstanden, die der Ophicleide-Spieler Erhard Schwartz im Internet machte: zum 110. Geburtstag des legendären Flötisten und Saxophonisten des Choro „Pixinguinha“, wurden alle seine verfügbaren Tonaufnahmen im WorldWideWeb veröffentlicht. Die erste Band in der er mitwirkte, die „Choro Carioca“, wurde von Irineu de Almenida, einem Ophicleide-Virtuosen und Komponisten, geleitet. Nun konnte man gleichzeitig die älteste Spielform des Choro und die ältesten existierenden Aufnahmen der Ophicleide, die in Europa über 20 Jahre ausgestorben war, hören. Inspiriert durch diese reizvolle Musik begab sich Erhard Schwartz auf die Suche nach Mitspielern für das „ideale Quartett“ und wurde mit dem Flötisten der Brandenburger Symphoniker Gerrit Fröhlich, dem Gitarristen Hartmut Preyer und der Perkussion- und Pandeiro-Spielerin Katja Höllein fündig.
Besonderer Dank gilt dem „Förderverein Brandenburger Symphoniker e.V.“, der die Reihe Kammermusik durch seine finanzielle Unterstützung ermöglicht.
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