Die Neuinszenierung von „Mimi – La Bohème“ spielt in der heutigen Zeit und spricht auch ein jugendliches Publikum an, das unter Umständen noch keine Erfahrungen mit Musiktheater gehabt hat. Das Konzept überzeugt durch den Einsatz junger Sängerdarsteller, die in ihren Rollen authentisch wirken und sich mit Problemen auseinandersetzen, die für die Jugendlichen heute relevant sind. Dieser Konzeptionsansatz lässt aber genauso die Musikliebhaber und Freunde des Belcanto auf ihre Kosten kommen, denn musikalisch geht es ganz um Puccinis originale Oper.
Puccinis „La Bohème“, die große Liebesgeschichte des Schriftstellers Rodolfo und des Malers Marcello, beide mit hochgespannten Visionen, die beide in ihrer Kunst den Sinn sehen, das Unerlaubte, das Undenkbare, das vielfach Ersehnte, sichtbar, hörbar, fühlbar und vielleicht realisierbar zu machen. Beide voll ungestümer Kraft auf der Suche nach ihrer eigenen unverwechselbaren Handschrift, auf der Jagd nach dem Leben. So kommen sie zusammen, Rodolfo mit Mimi, diesem Landei in der Großstadt, das gierig das Leben, die große, alles verzehrende Liebe sucht und in sich das verzehrende Feuer, der sie zerstörenden Krankheit spürt - und Marcello mit Musette, der schillernden Halbweltdame. Die Schaulustigen am Straßenrand sehen diesem Leben zu, mit der Faszination, die sich anbahnende Unglücksfälle ausstrahlen.
Musikalische Leitung: GMD Michael Helmrath Musikalische Assistenz: Kristiina Poska (Dirigat am 09. und 11.12.2010) Regie: Konrad Chr. Göke Ausstattung: Rainer Stute Ausstattungsassistenz: Corinna Ziemke Regieassistenz: Stella-Louise Göke Musikalische Einstudierung: Marc Spiess Es spielen die Brandenburger Symphoniker
Mit: Mimi: Liisi Kasenõmm Musette: Heike Maria Förster Rudolf: Christoph Schröter Marcel: Giulio Alvise Caselli Muerto: Gábor Biedermann
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