Es lesen: Marion Wiegmann, Harald Arnold Musikalische Begleitung: Mitglied der Brandenburger Symphoniker
Die große Musiktheaterproduktion des Brandenburger Theaters wird im Jahre 2008 die Uraufführung der Oper „Kleist“ sein. Im Vorfeld präsentieren Marion Wiegmann und Harald Arnold „unerhörte Geschichten“ von Heinrich von Kleist, unverwechselbar, eine wie die andere. Marion Wiegmann präsentiert die Spukgeschichte „Das Bettelweib von Locarno“ in der ein Marchese, weil er eine arme Frau durch seine Arroganz in den Tod getrieben hat, durch das Erscheinen ihrer Spukgestalt Jahre später selbst umkommt. Harald Arnold liest Kleists 1807 erschienene Novelle „Das Erdbeben in Chili“, die in Santiago, der Hauptstadt von Chile vor dem Hintergrund des historischen Erdbebens des Jahres 1647 spielt, ein „Vorfall, der außerordentliches Aufsehen machte“. Vor diesem Hintergrund erzählt Kleist die Geschichte der verbotenen Liebe zweier junger Menschen. Anschließend wird die 1810 entstandene „Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege“, vorgestellt, deren Handlung in der Zeit der Napoleonischen Kriege spielt und in der Preußens Armee am 14. Oktober 1806 von Napoleons Truppen bei Jena und Auerstädt vernichtend geschlagen wurde.
Wichernhaus
Der älteste Teil des heutigen Wichernhauses ist der Mitteltrakt mit seinen beiden Theatersälen. An eben diesem Ort wurde am 05. Oktober 1817 mit der Premiere von Schillers „Maria Stuart“ das erste Brandenburger Stadttheater eröffnet. In den mehrfach umgebauten Gebäuden der heutigen Hauptstraße 66 (damals noch „Venedig-Strasse No. 632“), residierte von 1817 bis 1862 das Brandenburger Theater.
Im 190sten Jahr seines Bestehens kehrt das Brandenburger Theater mit einer Reihe von literarisch-musikalischen Veranstaltungen an den Ort seiner Gründung zurück. Schauspieler des Theaters und Musiker der Brandenburger Symphoniker möchten dem Publikum die besondere Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes nahe bringen.
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