VERANSTALTUNGSINFOS

TERMIN

Sa 23.03.2024, 19:30-21:30 Uhr
Großes Haus
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zzgl. Vorverkaufsgebühr

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es sich bei der Angabe zur Endzeit der Veranstaltung um eine ca.-Angabe handelt. Es kann zu Abweichungen kommen.

Fr 22.03.2024, 19:30-21:30 Uhr
Großes Haus
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STREIFZUG DURCH STEPPE UND PRÄRIE - 6. SYMPHONIEKONZERT

- Brandenburger Symphoniker

ALEXANDER BORODIN
Eine Steppenskizze aus Mittelasien

SAMUEL BARBER
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 14

AARON COPLAND
„Appalachian Spring” – Ballett in einem Akt


Dirigent: Florian Ludwig
Violine: Maria-Elisabeth Lott

Es spielen die Brandenburger Symphoniker.


Es ist wunderbar komfortabel für den Konzertdramaturgen, wenn Komponisten das Programm ihrer Werke selbst höchst detailverliebt beschreiben und definieren.
So lassen wir an dieser Stelle zunächst Alexander Borodin zu Wort kommen: „In der einförmigen Steppe Mittel-Asiens (hohe Streicher) erklingen die bisher fremden Töne eines friedlichen russischen Liedes (Klarinette). Aus der Ferne vernimmt man das Getrappel von Pferden und Kamelen (Pizzicati der tiefen Streicher) und den eigentümlichen Klang einer morgenländischen Weise (Englischhorn). Eine einheimische Karawane nähert sich. Unter dem Schutz der russischen Waffen zieht sie sicher und sorglos ihren weiten Weg durch die unermessliche Wüste. Weiter und weiter entfernt sie sich. Das Lied der Russen und die Weise der Asiaten verbinden sich zu einer gemeinsamen Harmonie, deren Widerhall sich nach und nach in den Lüften der Steppe verliert.“

Samuel Barbers Violinkonzert braucht kein Programm – und auch keine Erklärung des Komponisten. Vielmehr spricht es mit einprägsamen Melodien in einem schwelgerischen Gestus mit höchster Virtuosität im Solopart zu uns. Zunächst vom Auftraggeber vor allem im dritten Satz als unspielbar abgetan, zählt es heute vor allem in den USA zu den beliebtesten Violinkonzerten überhaupt.

Die Handlung des Balletts „Appalachian Spring” von Aaron Copland ist gar nicht so konkret, wie der Titel vorzugeben scheint. Es erzählt von amerikanischen Pionieren im 19. Jahrhundert, die in Pennsylvania ein neues Farmhaus errichtet haben. Ursprünglich hatte Copland dem Werk keinen Titel gegeben und bezeichnete es einfach als „Ballet for Martha“ - gemeint war damit keine Geringere als Choreographin und Tänzerin Martha Graham, für die er das Werk schrieb. Kurz vor der Premiere schlug Graham selbst den Titel „Appalachian Spring“ vor. Diese Bezeichnung aus dem Gedicht „The Dance” von Hart Crane hat ebenso wenig mit Frühling zu tun – gemeint sind hier vielmehr „appalachische Quellen” – wie mit der eigentlichen Balletthandlung. Copland war später selbst oft amüsiert, wenn Zuhörer ihm berichteten, wie gut er doch die Schönheit der Appalachen in seiner Musik eingefangen habe.


Der Dirigent Florian Ludwig durchlief eine klassische Kapellmeisterlaufbahn, die ihn an verschiedene deutsche Stadttheater führte. Nach Positionen am Nationaltheater Mannheim und am Theater Bremen, wo er zunächst als Zweiter und ab 2003 als Erster Kapellmeister maßgeblich an den Erfolgen des Hauses unter der Intendanz von Klaus Pierwoß beteiligt war, gelang es ihm von 2008 bis 2017 als Generalmusikdirektor in Hagen, die Beliebtheit und Bekanntheit des Orchesters regional und überregional deutlich zu steigern.

Maria-Elisabeth Lott gilt seit ihrem US-Debüt im Alter von nur dreizehn Jahren international als eine der besten deutschen Geigerinnen ihrer Generation und begeistert auf der Bühne mit ihrer Spielfreude, ihrer natürlichen und intensiven Musikalität und ihrer makellosen Technik. Im Laufe ihrer Karriere wurde Maria-Elisabeth Lott mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Karlsruher Kulturstipendium 2014 und dem Bruno-Frey-Preis 2013. Sie erhielt den ersten Lichtenberger Musikpreis der Stiftung Herfried Apel, den Musikförderpreis des Kulturfonds Baden und den "Prix d'éspoir" der Europäischen Kulturstiftung.


Um 18.45 Uhr findet eine ca. 30minütige Einführung mit Carsten Jensz im Foyer des Großen Hauses statt. Der Eintritt ist frei und unabhängig vom Konzertbesuch.